Laudatio Ulrike Sänger
Auszeichnung Bürgerpreis des Jahres 2007 der FDP
Liebe Ulrike,
heute wirst Du auf eine ganz besondere Art geehrt: Die FDP Wachtberg zeichnet Dich mit dem Bürgerpreis des Jahres 2007 aus – für Dein ehrenamtliches Engagement in der „Tiergestützten Therapie im Hospiz“!
Der Begriff Engagement reicht aus meiner Sicht nicht aus, um umfassend Dein Wirken zu beschreiben. Aber dazu später!
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
als ich zum ersten Mal von Frau Ulrike Sänger hörte, wurde sie wie folgt vorgestellt:
Ulrikes Tag muss mehr als 24 Stunden haben, anders kann man sich nicht vorstellen, wie diese Frau alles unter einen Hut bekommt!
Oh – eine Powerfrau, so mein erster Gedanke.
Über ihr Alter schweige ich mich aus, aber so viel zu ihrer Person:
Sie ist verheiratet mit Lothar Sänger,
hat 3 leibliche Kinder – das Jünste ist mittlerweile 20 –
und ihre Familie hat vor 14 Jahren einen damals 6 jährigen Jungen als Pflegekind aufgenommen, der nun eine Ausbildung zum Gastronomiefachmann macht.
Sie hat studiert:
ev. Religionspädagogik, Kunst, und Werkerziehung, Psychologie und Pädagogik für das Lehramt Sekundarstufe I
Sie hat abgeschlossen:
eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilpädagogin an der Fachschule für Heilpädagogik
Ulrike Sänger hat als Gruppenerzieherin geistig behinderte Erwachsene und schwerst-mehrfach behinderte Kinder gefördert und betreut.
Seit 4 Jahren ist sie verantwortlich für die pädagogische Leitung der Tagesklinik in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Neuenahr.
Zur Erinnerung: Ihr Tag muss mehr als 24 Stunden haben, denn
sie ist auch noch
- Teamtrainerin für tiergestützter Therapie
- hat aufgebaut die Tierbesuchsdienste im Hospiz Bonn und in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
- ist ehrenamtliche Hospizdienstmitarbeiterin
- eine begehrte Referentin für Seminare in tiergestützer Begleitugung, und Hundeausbildung
- und zu guter Letzt auch 1. Vorsitzende eines Schäferhundvereins
Nun aber möchte ich Dein Wirken rund um das Thema „Tiergestütze Begleitung im Hospiz“ in den Mittelpunkt stellen und einen wunderbaren alten Herren zitieren, den Du und Dein Hundebesuchsteam über mehrere Wochen begleitest hast:
Sie ist neben meiner Frau der wichtigste Mensch in meinem Leben!
Dieses Kompliment hat Dir ein schwerkranker, ein sterbender Mensch gemacht. Er konnte zurückblicken auf ein langes, erfülltes Leben.
Er war eingebettet in eine große Familie. Er feierte in den letzten Wochen seines Lebens mit seiner Frau den 62zigsten Hochzeitstag. (Ulrike, bitte Korrektur der Zahlenangabe!!)
Begnet seit Ihr Euch im Hospiz, der Herr war für seine letzten Lebenswochen Gast im Hospiz am Waldkrankenhaus. Das Angebot des Hauses, von einer Ehrenamtlerin mit einem Hund besucht zu werden, nahm er gerne an – so seit Ihr Euch begegnet, habt Euch kennen- und schätzengelernt.
Dein großer Grisu – und Sie können sich gleich einen eigenen Eindruck von ihm machnen – hat sogar mit im Bett gelegen!
Das strahlende Lächeln des Herrn
und die Dankbarkeit seiner Frau,
ihren Ehemann so in dieser Lebens- und Sterbephase erleben zu dürfen,
sind symbolisch für die große Chance der menschlichen Begegnung durch die tiergestützte Begleitung.
Tiere – Hunde – im Hospiz?
Was für eine Idee – im Krankenhaus undenkbar wegen hygienischer Vorschriften.
Im Hospiz – erwünscht, immer willkommen, ein Highlight für Gäste, ihre Besucher und auch für das Pflegepersonal.
Nun aber kommt ein ABER:
Nicht einfach so, nur weil jemand seinen vermeintlich süßen Hund zur Kuschelrunde ins Hospiz mitnehmen möchte.
Sowohl die Zweibeiner als auch die Vierbeiner des Hundebesuchdienstes sind gewissenhaft ausgebildet worden:
Die Voraussetzung für den Einsatz in der tiergestützten Begleitung ist die Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter und Sterbebegleiter in unserem Fall geschult durch den Hospizverein Bonn.
Erst dann schließt sich eine umfangreiche Weiterbildung durch Dich, liebe Ulrike, an, die für mich geprägt sind durch die Schlagworte
WISSEN VERTRAUEN GRENZEN
Wissen:
Neben vielen Informationen rund um den Begriff tiergestützter Arbeit möchte ich an einem Beispiel praktische Wissensvermittlung darstellen:
Mein Hund gähnt – er ist müde, na klar!
Mein Hund wedelt mit seiner Rute – er freut sich!
Er leckt sich die Nase – sieht das süß aus!
Er beißt in die Leine – er will spielen!
Was sich hier so positiv und lustig anhört, sind in Wirklichkeit Stresssignale des Hundes! Sie zu missachten, sie fehl zu interpretieren, kann schlimme Folgen haben – jeder Rauferei unter Hunden, jeder Beißattacke gehen diese Signale voraus.
Nun, unsere Hunde sind wesensstarke Hunde, gut sozialisiert, sehr menschenfreundlich, umweltsicher und stresstolerant.
Sie lesen zu können, ihre hundespezifische Körpersprache zu interpretieren, ist ein Schwerpunkt der Ausbildung für den tiergestützten Einsatz!
Vertrauen:
Geh – Dein Hund macht das, und Du auch!
So schickte mich Ulrike in das Zimmer eines Hospizgastes, mein erster Besuch mit Chanya.
Ulrike vertraute meiner Hündin, sie vertraute mir! Dieses Vertrauen ist in den Wochen unserer intensiven Ausbildung gewachsen und die Grundlage für unsere Zusammenarbeit.
Ein Beispiel:
Wir trafen uns zum Training mit den Hunden im Hospiz. Sie sollten gewöhnt werden an Infusionsständer, klappernde Essenswagen, an die unterschiedlichen Gerüche und Eindrücke dieses Hauses.
Neben der Hundeausbildung war ich bereits im ehrenamtlichen Einsatz und begleitete eine Dame, die nun im Sterben lag.
„Kathrin, wie geht es Dir, hier zu üben, wenn Deine Dame im Sterben liegt?“ Mit dieser Frage zeigte mir Ulrike sehr eindrücklich, dass sie nicht nur ihre Aufmerksamkeit auf die Hunde richtete, nein – sie machte sich Sorgen um mich, um mein seelisches Wohl! Sie gab mir den Impuls, in mich hineinzuhören, mich zu erfühlen. Das war für mich ein Schlüsselerlebnis dieser Ausbildung!
Grenzen
Unser Wirken im Hospiz hat Grenzen, unterschiedliche Grenzen!
Meine Hündin hat sich beim Morgenspaziergang die Pfote gestaucht, humpelt aber nur leicht. Am Nachmittag ist unser Besuch im Hospiz angekündigt, wir werden schon erwartet.
Ist das Humpeln wirklich so schlimm, hat Chanya Schmerzen? Wie enttäuscht sind die Menschen, die sich schon seit Tagen auf unseren Hospizbesuch freuen, wenn wir doch nicht kämen?
Nein, dieses Mal bleiben wir zu Hause, denn Chanyas Wohlergehen hat Vorrang!
Ebenso kann es Situationen geben, in denen ein Hospizbesuch meine Kräfte übersteigen würde, Stress in der Familie oder Krankheit, auch dann komme ich an Grenzen, die ich achten muss.
Unsere Hunde zeigen uns Grenzen auf, wenn sie sich während eines Besuches Richtung Zimmertür begeben, nach dem Motto: Nun mach doch bitte Schluss, ich habe genug!
Die Hunde haben ein hohes Wahrnehmungspotential, mehr noch als wir Menschen. Dies nutzen wir im Positiven bei unseren Einsätzen. Doch wir dürfen den Hund, unseren Partner, nicht mit Eindrücken überfrachten und überfordern. Manchmal ist ein Besuch genug, auch wenn noch ein weiterer Gast auf uns wartet.
Nur am Rande: Am Ende eines Hospiznachmittages steht für unsere Vierbeiner immer ein ausgedehnter Spaziergang auf dem Programm oder – wie bei meiner Hündin - ein großer leckerer Knochen zur Entspannung!
Tierbesuchsdienst:
Es ist so wie beim Adventskalender.
Sie öffnen voller Vorfreude ein Türchen, wissen nicht, welche Überraschung dahinter auf Sie wartet.
Wir öffnen die Türen der Gastzimmer,
werden immer überrascht und beschenkt von einer intensiven menschlichen Begegnung!
Dir, liebe Ulrike, danke ich auch sehr persönlich,
denn nur mit Dir,
mit Deinen Visionen und Ideen,
mit Deiner Tatkraft und
Deiner großen Liebe zu den Menschen und den Tieren
ist für mich der Tierbesuchsdienst das, was er ist:
ein Schenken und Beschenkt werden!
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Dankesrede zur Verleihung des Bürgerpreises 2007 der FDP Wachtberg
Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder der FDP Wachtberg,
Voller Dankbarkeit und Demut nehme ich diesen Preis heute entgegen.
Einen Preis, der für mich ausgesprochen wertvoll ist.
„Wertvoll“ zunächst, weil er auf 250 Euro dotiert ist.
„Wertvoll“ aber auch, weil mein Ehrenamt nicht nur Anerkennung findet bei denen, denen es zu Gute kommt, sondern unsere Arbeit, durch diesen Preis der „FDP Wachtberg“, auch systemübergreifend in den Focus der Öffentlichkeit gerät und auf positive Resonanz stößt.
Was die „FDP Wachtberg“ kommunalpolitisch zum jetzigen Zeitpunkt zu würdigen weiß, ist gerade im Moment auch europaweit ein hochbrisantes Thema. Einige von Ihnen werden die Debatte um den „assistierten Suicid“, ausgelöst durch den Sterbetourismus in die Schweiz, in den Medien verfolgt haben.
Ich möchte die Diskussionen um ein menschenwürdiges Leben und Sterben nicht erneut entfachen. Aber ich möchte Sie teilhaben lassen daran, was es für mich bedeutet ehrenamtliche Sterbebegleiterin zu sein.
Ehrenamt- der Begriff ist gut gewählt.
Wenn ein schwerkranker Mensch mich darum bittet, ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten, so ist das für mich eine Ehre.
Es ist eine Ehre für mich, ihm folgen zu dürfen auf einem Weg voller Höhen und Tiefen.
Es ist eine Ehre für mich, wenn er mir von seinem Leben erzählt- oft sind es Schätze von unermesslichem Wert, die er mir anvertraut.
Es ist eine Ehre für mich, wenn Angehörige mir ihren Sterbenden anvertrauen, um sich, vielleicht auch nur für eine halbe Stunde einmal, eine Auszeit zu nehmen.
Es ist eine Ehre für mich, einem Menschen die Hand zu halten und mit ihm zu schweigen, wenn er nicht mehr über Worte mit mir zu kommunizieren vermag.
Wir alle sind Sterbende- eines Tages, irgendwo, irgendwann.
Es ist für mich ein wohltuender Gedanke, zu wissen, dass ich nicht allein sein muss, wenn es soweit ist.
Wenn mich ein Sterbender fragt, ob ich ihn auch auf keinen Fall alleine lasse, dann sage ich ihm:“ Ich gehe mit dir, bis an eine Schwelle, wo ich dir nicht mehr folgen kann. Den allerletzten Schritt wirst du alleine gehen, aber wenn wir uns verabschieden, dann bist du schon fast am Ziel“.
Warum setze ich Tiere ein- am Krankenbett?
Das Wichtigste Geheimnis der positiven Wirkung von Tieren auf Menschen ist die Tatsache, dass Tiere analog- also körpersprachlich kommunizieren, während Menschen eher digital, d.h. verbal kommunizieren. Die analoge Kommunikation ist die Sprache der Mutter mit ihrem Säugling, es ist die Sprache der Liebenden, die ohne Worte auskommt. Diese Sprache ist immer echt, ehrlich, kongruent, authentisch- sie lügt nie. Menschen sind nicht immer ehrlich miteinander, sie wahren den Schein, sie heucheln, sie täuschen. Das können Tiere nicht und deshalb wissen die Patienten , dass das Tier sie nicht enttäuscht oder hintergeht- die wichtigste Voraussetzung für den Aufbau von Vertrauen.
Tiere, und besonders Hunde, sind in der Lage ganz andere Signale und Energien aufzunehmen als Menschen.
Wenn ich meinen Hund in der Begleitung Schwerkranker und ihrer Angehörigen einsetze, dann tue ich das in großer Hochachtung vor einem Lebewesen, welches in seiner sozialen Kommunikationsfähigkeit um so vieles feinfühliger zu sein vermag, als ich es je sein könnte.
Wenn ich meinen Hund in der Begleitung Schwerkranker und ihrer Angehörigen einsetze, dann tue ich das, weil er Trauernde zum Lachen bringt, weil er Schweigende zum Reden bringt, weil er Streitende zur Versöhnung bringt und unter Schmerzen Leidenden Ablenkung bringt.
Wenn ich meinen Hund bei der Begleitung Schwerkranker und ihrer Angehörigen einsetze, dann tue ich das, weil bestehende Ereignisse plötzlich neu bewertet werden können.
Und weil mein Hund zwar ein großes Herz hat, aber nicht alle Sterbenden Bonns und Wachtbergs begleiten kann, habe ich andere ehrenamtliche Hospizhelfer mit ihren gut sozialisierten Hunden ausgebildet, damit möglichst viele lebensbegrenzend Erkrankte von einem Hundebesuch profitieren können.
Unsere Hunde sind braun, schwarz oder gefleckt. Sie sind langhaarig, oder haben kurzes Fell- aber sie alle haben eine anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen:
Sie begleiten Schwerkranke und ihre Angehörigen.
Wenn zum menschlichen Leben an sich, Tiere dazugehören und „Sterben“, gelebtes Leben bis zuletzt bedeutet, dann dürfen Tiere in der Hospizarbeit nicht fehlen.
Ich freue mich sehr, dass Sie mit diesem Preis mein Ehrenamt wertschätzen und somit unterstützen. Dieses Geld soll der ehrenamtlichen Tätigkeit, die heute damit ausgezeichnet wird, auf gewisse Weise wieder zu Gute kommen. Ich möchte meinen Hund Grisu weiter ausbilden, um ihn auch bei Wachkoma- und Komapatienten einsetzen zu können. Dafür möchte ich dieses Geld verwenden.
Herzlichen Dank
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Tiere am Krankenbett
… oder sogar Sterbebett !?
Am 10. Januar 2007 hatte der Hospizverein zum monatlichen Treffen der Ehrenamtlichen Frau Ulrike Sänger als Referentin zum Thema „Tiergestützte Begleitung in der Hospizarbeit“ eingeladen. Wer bislang glaubte, Tiere seien von einem Kranken oder Sterbenden schon aus hygienischen Gründen fernzuhalten, wurde eines besseren belehrt und von der heilsamen Wirkung einer Begegnung zwischen Mensch und Tier überzeugt.
Frau Sänger bildet seit 10 Jahren Schutzhunde aus. Hauptberuflich arbeitet sie, als staatlich anerkannte Heilpädagogin, seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ihre Auseinandersetzung dabei mit dem Thema verbaler und körperlicher Gewalt und den Methoden zur Deeskalation führte dazu, dass Sie sich noch intensiver mit Hunden und Ihrer Körpersprache auseinandersetzte. Hunde verfügen als Rudeltiere nämlich über ein sehr reiches Repertoire an so genannten Beschwichtigungssignalen: eine ritualisierte Körpersprache die vor allem dazu dient, Aggression überflüssig zu machen. Ihre Schäferhündin Hezhra, die sich als zu sanft für die Schutzhundeausbildung erwies, stellte die weiteren Weichen: Frau Sänger suchte nach einer sinnvollen und passenden Aufgabe für Hezhra und ließ sie in München zur Therapiebegleithündin ausbilden. Erstes Pilotprojekt war dann ein regelmäßiger Besuchsdienst mit Hezhra im stationären Hospiz am Waldkrankenhaus in Bad Godesberg. Darüber hinaus war Hezhra bei autistischen Kindern und Schlaganfallpatienten erfolgreich im Einsatz. Die zahlreichen positiven und oftmals sehr bewegenden Erfahrungen wollte Frau Sänger an andere Menschen weitergeben und sie dazu ermuntern, ihre Tiere in der Begleitung von Kranken und Sterbenden einzusetzen. Dies führte zum zweiten Pilotprojekt: Seit Anfang diesen Jahres bereitet Frau Sänger vier Ehrenamtliche des Hospizvereins Bonn für den Einsatz mit Ihren Hunden im Hospiz vor.
Oberste Priorität hat für sie bei jedem Einsatz von Tieren das Motto:
Tiergestützte Begleitung = Tiergeschützte Begleitung !
Das Tier muss sich im ganzheitlichen Sinne wohl fühlen. Für den Alltag des eingesetzten Tieres ist eine artgerechte Haltung, gesunde Fütterung und liebevolle Pflege deshalb Grundvoraussetzung. Von einem gestressten nicht an Leib und Seele gut versorgten Tier kann kein heilender Impuls ausgehen.
Wem als tierische Helfer nur Blindenhunde, Rettungshunde und vielleicht noch Pferde beim therapeutischen Reiten einfielen, der konnte während des Vortrages staunen, wer da noch so alles im Einsatz ist. Deutschland ist diesbezüglich übrigens noch etwas rückständig. In den USA und der Schweiz ist der Einsatz von Tieren bereits wesentlich alltäglicher. Ein paar Beispiele:
Hunde als Assistenten von behinderten Menschen, die nicht nur Türen öffnen, Lichtschalter betätigen sondern auch beim Anziehen helfen und natürlich als Freund fungieren.
Signalhunde, die Diabetikern eine Unterzuckerung signalisieren oder Epileptikern einen bevorstehenden Anfall anzeigen, damit sich der Betroffene hinsetzen oder -legen und Hilfe rufen kann. Das Unfallrisiko wird dadurch gesenkt und der Betroffene gewinnt an Bewegungsfreiheit.
Katzen, Kleinnager, Vögel oder Fische als Haustier in Altenheimen, Kinderheimen oder Behinderteneinrichtungen
Aquarien in Wartezimmern von Ärzten, um die Wartenden zu beruhigen
Ziegen, Schafe, Hühner und andere Nutztiere in Fürsorgebauernhöfen; auch z.B. bei Resozialisierungsmaßnahmen Straffälliger oder Suchtpatienten
Besonders wertvoll ist der Einsatz von Tieren bei Menschen, denen die Möglichkeiten zur verbalen Kontaktaufnahme nicht mehr möglich ist (Demenz, Alzheimer, Komapatienten, Sterbende)
Bei den Verantwortlichen sind Ängste bezüglich der Hygiene oft sehr groß. Dem gegenüber steht ein sehr geringes tatsächliches Ansteckungsrisiko. Es gibt relativ wenige Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen und umgekehrt übertragbar sind. Das verbleibende Risiko kann durch sehr simple Hygienemaßnahmen nochmals verringert werden. Es ist wie schon gesagt, selbstverständlich, dass nur ein rundum gesundes Tier zum Einsatz kommt. Das bedeutet auch, dass das Tier regelmäßig gegen innere und äußere Parasiten vorbeugend behandelt wird und geimpft ist. Das Tier ist von Lebensmitteln fernzuhalten, nur mit einem Extralaken auf das Bett zu setzen und Kontakt mit den Mundschleimhäuten sollte vermieden werden.
Bei einigen wenigen Krankheitsbilder sollte auf Kontakt mit Tieren verzichtet werden: Asthma, Allergien, Tierphobien, immunsupprimierende Krankheiten wie AIDS, schwere Neurodermitis.
Frau Sänger rundete den sehr lebendigen und anschaulichen Vortrag mit bewegenden Beispielen aus der Praxis ab. Gerade dadurch wurde klar, dass es - wenngleich nicht immer wissenschaftlich erklärbar – bei den Begegnungen zwischen Mensch und Tier zu einem inneren Dialog auf den tieferen Schichten des Seins kommt. Gerade Menschen in schwierigen Lebenssituationen öffnen sich leichter einem Tier gegenüber und fühlen sich von einem Tier ohne Wenn und Aber akzeptiert. Diese Erfahrung hilft ihnen sich selbst und ihre Situation, Krankheit, Einschränkung etc. leichter zu akzeptieren und neuen Lebensmut zu schöpfen. Schlummernde Selbstheilungskräfte werden dadurch wieder aktiviert. Tierliebhaber fühlten sich durch das Gesagte in ihren eigenen Beobachtungen bestätigt. Für Zuhörer, die bislang wenig mit Tieren zu tun hatten, ergab sich ein ganz neues Bild von unsern Mitgeschöpfen.
Da ich selbst schon seit längerer Zeit den Wunsch habe, meinen acht Jahre alten Labrador Retriever, Pico, bei meiner Arbeit als Ehrenamtliche einzusetzen, meldete ich mich im Anschluss an den Vortrag gleich zu einer Fortbildung bei Frau Sänger an. Durch ihre Hilfe und tatkräftige Unterstützung ist nun bereits für dieses Frühjahr geplant im Alten-und Pflegeheim St. Elisabeth in Oedekoven einen regelmäßigen Besuchsdienst mit Pico für schwerkranke, bettlägerige Bewohner einzurichten. Hierzu gibt es dann vielleicht schon im nächsten Hospizbrief Neuigkeiten….
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Ulrike Sänger
Engel auf vier Pfoten: Tiergestützte Begleitung im Hospiz - erste Erfahrungen und Ausblicke
Ich stand im Türrahmen des Zimmers von Frau Seidler, als Angela mit ihrem Schäferhundmischling Filou, einem 4-jährigen ausgebildeten Therapiebegleithund, das Zimmer betrat.
Frau Seidler lag im Bett am Fenster, ihr Atem rasselte bei jedem Atemzug. Frau Seidler war schon lange Patientin der Demenzstation des Bonner Altenheims. Die 90-jährige Dame hatte sich vor rund zwölf Monaten aus dem geistig aktiven Leben ganz in sich zurückgezogen und lag in einer Art permanenten Dämmerschlaf alleine Tag für Tag in ihrem Zimmer. Dort wurde sie von Angela einmal pro Woche besucht. Angela kannte Frau Seidler noch aus Zeiten, als sie im Rollstuhl saß und im Tagesraum an den Mahlzeiten teilnahm. Damals hatte Frau Seidler ihr berichtet, daß sie selbst jahrelang einen Berner Sennenhund hatte.
Angela bewegte sich auf das Bett von Frau Seidler zu und setzte sich auf einen Stuhl an ihre Seite. Mit einer flachen Handbewegung deutete sie Filou an, er solle sich legen, was dieser sofort verstand. Angela nahm die Hand von Frau Seidler in ihre, sah ihr ins Gesicht und verharrte einen Moment schweigend neben der Seniorin. Frau Seidler atmete schwer und röchelnd. Plötzlich bäumte sich der Oberkörper der alten Dame auf, sie rang um Luft und machte eine verzweifelte Bewegung mit ihrer Hand.
Angela deutete Filou mit einer führenden Geste seinen Einsatz an. Filou sprang auf das Fußende des Bettes und robbte vorsichtig am Körper der alten Dame entlang nach oben. Filou sah Angela an, die sein Verhalten nickend bestätigte. Ohne ein weiteres Zeichen legte der Hund seine Pfote auf die alte, kleine, knöcherne Hand und Angela zog ihre Hand darunter langsam heraus. Filou legte seinen Kopf auf den Brustkorb von Frau Seidler. Er sah Angela dabei fragend an, die ihn wiederum nickend bestätigte. Plötzlich schien sich die Verschleimung in den Atemwegen von Frau Seidler zu lösen. Sie wurde ruhiger, atmete leichter. Das Rasseln und Röcheln ließ nach. Der Hund hatte seine Pfote immer noch auf der Hand von Frau Seidler liegen, sein Kopf lag auf ihrem Brustkorb, sein Blick wich nicht von seiner Hundeführerin. Frau Seidler entspannte spürbar, ihr Atem wurde ruhig und regelmäßig, er brodelte noch ein wenig, hörte sich aber längst nicht mehr so bedrohlich an. In dieser Stellung verharrte der Hund ungefähr drei Minuten, vielleicht ein wenig kürzer, vielleicht ein wenig länger. Das ist schwer zu sagen, denn ich dachte in diesem Moment ohnehin, die Zeit bleibe stehen. Dann erhob Filou seinen Kopf und sah Angela fragend an. Sie nickte ihm freundlich zu und er sprang vorsichtig vom Bett. Angela berührte noch einmal sanft den Arm von Frau Seidler und verließ leise mit Filou den Raum.
Zwei Mitglieder unserer Ausbildungsgruppe, die das Geschehen vom Türrahmen aus beobachtet hatten, fingen spontan an zu weinen, niemand konnte ein Wort sagen. Tief berührt und dankbar, Zeuge dieser Einheit dreier Lebewesen gewesen sein zu dürfen, verließen wir schweigend die Demenzstation. Filou lief schwanzwedelnd vor uns her.
Ein Engel auf vier Pfoten, der für heute auf dieser Station genug getan hatte.
Dieses Erlebnis setzte den Grundstein meiner Begeisterung für die Begleitung schwerkranker Menschen mit Tieren. Meine sanfte Schäferhündin Hezhra wurde von nun an zum Therapiebegleithund ausgebildet. Von Januar bis März 2005 setzte ich sie erstmalig im Rahmen eines Pilotprojektes im Hospiz am Bonner Waldkrankenhaus ein. Pflegedienstleitung, Pflegepersonal und der ambulante Hospizdienst, bei dem ich zuvor eine Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizhelfer gemacht hatte, standen der tiergestützten Arbeit sehr offen gegenüber.
Meine ersten Besuche begann ich meist im „Wintergarten“ (Tagesraum des Hospizes). Um die Hündin an die Räume des Hospizes zu gewöhnen, gingen wir auch die Flure der verschiedenen Stationen ab. An diesem Samstagnachmittag stand die Tür eines Zimmers am Ende des Korridors einen Spalt offen. Hezhra betrat zielstrebig dieses Zimmer, obwohl uns vom Pflegepersonal keine Mitteilung gemacht worden war, ob der Gast, der dort wohnte, überhaupt einen Hundebesuch wünschte. Ich lief also hinter Hezhra her, um sie mit einer Entschuldigung aus dem Zimmer zu holen. Im Bett lag, halb sitzend mit aufgestelltem Kopfteil, ein grauhaariger Mann um die fünfzig mit flinken, braunen Augen. Ich stellte mich vor, entschuldigte das Verhalten meines Hundes und erklärte ihm, daß wir vom Tierbesuchsdienst seien und auf Wunsch der Gäste in ihre Zimmer kämen. Herr Busch meinte, wo wir nun schon mal da seien, könnten wir ja ruhig bleiben und er begann sofort sehr offen mit mir über seinen herannahenden Tod zu sprechen. Er sei aktiver Sportler gewesen, sein Körper, seine Muskeln, all das habe immer Priorität in seinem Leben gehabt. Ganz plötzlich habe der Krebs ihn ereilt und ihm seine Fähigkeiten genommen. Beim Nordic Walking auf dem Heiderhof sei er zusammengebrochen und von da an sei es rapide mit ihm bergab gegangen. Nun liege er hier und ich solle ihm sagen, ob er aussehe wie ein Sportler. Ich war erschüttert: Da platzte mein Hund zu diesem wildfremden, sterbenden Menschen ins Zimmer und ehe ich mich versah, wurde ich in ein so ernsthaftes Gespräch über den bevorstehenden Tod dieses Mannes verwickelt. Es blieb mir keine Zeit darüber nachzudenken, was ich in der Ausbildungsgruppe für eine solche Situation gelernt hatte. Hilfe suchend schaute ich zu meiner Hündin, die ein wenig entfernt vom Bett ruhig schlafend auf dem Boden lag. Sie hatte nicht einmal versucht zu Herrn Busch Kontakt aufzunehmen. Ich schaute den Mann an und beschrieb ihm, was ich sah. Ich sagte ihm, daß ich unglaublich flinke Augen sähe, die mir mitteilten, was er für ein starker und kräftiger Mensch sei, der es gewohnt sei zu kämpfen und alles zu geben. Ich sagte ihm, daß ich ahnte, was Schwächen und Niederlagen für ihn bedeuteten und daß ich sicher sei, nur mit seinem Sportlergeist würde er die letzte Etappe dieses Marathons schaffen - aber er werde es schaffen. Der Mann strahlte mich an und nickte zu meinen Worten, dann seufzte er und sank müde in sein Kissen zurück. Er hatte sicherlich fünfzehn Minuten ununterbrochen mit mir gesprochen. Ich teilte ihm mit, daß ich nun gehen werde. Hezhra stand auf, als habe sie jedes Wort verstanden und ging zur Tür, ohne von Herrn Busch Notiz zu nehmen. Herr Busch sagte mit kräftiger Stimme: “Besuchen Sie mich bald wieder mit ihrem Hund.“ Ich versprach es. Als ich wieder auf dem Flur stand, sortierte ich erst einmal meine Gedanken. Was war denn das für eine tiergestützte Begleitung gewesen, die mein Hund komplett auf dem Fußboden schlafend verbracht hatte? Hezhra hatte lediglich die Tür zu diesem Zimmer geöffnet, sie hatte mich zu Herrn Busch geführt, der auf Anfrage andernfalls vermutlich einen Tierbesuch abgelehnt hätte. Ich war mir plötzlich sicher, daß Hezhra genau gespürt hatte, was Herr Busch in diesem Moment gebrauchte hatte.
Hezhra hatte als Engel auf vier Pfoten einen wertvollen Einsatz gehabt.
Einige Wochen später warteten Hezhra und ich wieder im Wintergarten darauf, daß das Pflegepersonal uns mitteilt, in welchem Zimmer ein Tierbesuch gewünscht wird.
Eine Frau Mitte vierzig kam, um sich eine Tasse Kaffee zu holen und ging auf Hezhra zu. Tieftraurig wirkend fragte sie mich mit leiser Stimme, ob das der Therapiehund sei, von dem sie schon gehört habe. Sie teilte mir mit, daß ihre Mutter Hunde schon immer sehr gerne hatte und sich über Hezhras Besuch sicher freuen würde. Wir folgten der Tochter ins Zimmer von Frau Duch, welches am Ende des Ganges lag. Die Sonne durchflutete den mit sehr vielen persönlichen Gegenständen ausgestatteten Raum. Im Bett lag eine winzige, abgemagerte Person, um deren kahlen Kopf ein Handtuch zu einem Turban gewickelt war. Die Tochter erklärte ihrer Mutter, sie habe einen Hund mitgebracht, woraufhin Frau Duch mit leiser, piepsender Stimme zu Hezhra sagte: „Auf dich habe ich schon soooo lange gewartet.“ Hezhra stellte sich mit den Vorderläufen am Bettgitter auf und Frau Duch streichelte das Fell des Hundes.
Über das Gesicht der Tochter huschte ein Lächeln. Hezhra schien Frau Duch noch näher kommen zu wollen, aber das Absperrgitter hinderte sie daran. Hezhra sah mich an und ich machte eine Handbewegung zum Stuhl, welcher direkt neben dem Bett stand. Ich wollte, daß Hezhra sich auf diesen Stuhl setzt, doch sie nahm ihn nur als Absprungbrett und legte sich mit einem galanten Sprung bäuchlings auf das Bett der alten Dame. Ich erschrak zu Tode, doch Frau Duch sagte nur fröhlich: „Huups, das ist ja wie bei der Großmutter und dem Wolf.“ Daraufhin lachten die Tochter und die Mutter so herzlich und befreiend, daß ich einfiel und die Stimmung in diesem Zimmer plötzlich viel gelöster empfand. Ich hatte das Gefühl, Tochter und Mutter hatten schon lange nicht mehr gemeinsam so herzlich gelacht.
Engel auf vier Pfoten können Menschen in ausweglosen Situationen Trost spenden und manchmal sogar zum Lachen bringen.
Das dreimonatige Pilotprojekt war ein voller Erfolg und ich überlegte mit allen Verantwortlichen, daß es schön wäre, im Hospiz einen festen Tierbesuchsdienst von Ehrenamtlichen mit ihren jeweiligen Haustieren zu etablieren. Im Anschluß an ein von mir durchgeführtes Seminar über tiergestützte Begleitung im Hospiz meldeten sich vier Hundebesitzerinnen zu einer zwanzigstündigen Fortbildung bei mir an. Alle Teams bestanden den Eignungstest und die Abschlußprüfung. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin vom Hospizverein Bornheim gesellte sich mit ihrem Hund zu uns und von Januar bis März 2006 starteten wir mit diesen frisch ausgebildeten Teams ein neues Tierbesuchsdienstprojekt. Es war für mich eine Freude, die so ganz unterschiedlichen Teams bei ihrer Arbeit zu begleiten. Die Temperamente der Hunde variierten stark, aber jedes Team hatte etwas Besonderes.
Inzwischen teilen sich fünf Engel auf vier Pfoten den Tierbesuchsdienst und erfreuen die Gäste des Hospizes. Manche sind langhaarig, manche haben kurzes Fell. Sie sind rehbraun, schwarz oder gefleckt und sie haben alle eine wichtige Aufgabe übernommen:
Sie begleiten Sterbende und ihre Angehörigen.
Wenn zum menschlichen Leben Tiere dazugehören und „Sterben“ gelebtes Leben bis zuletzt bedeutet, dann dürfen Tiere im Hospiz nicht fehlen.
Manchmal brauchen wir sie - die Engel auf vier Pfoten!
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FÜR ANNA
Wenn du sie hören willst, darfst du nicht hinhören-
du musst lauschen.
Wenn du sie sehen willst, darfst du nicht hinsehen-
du musst schauen.
Wenn du sie fühlen willst, darfst du nicht hinfühlen-
du musst spüren.
Als Wissende, als Machende, als Gelernte-
musst du arm werden um reich zu werden.
Wenn du mit Antworten kommst, wird sie dich beschämen-
komme mit Fragen.
Ihre laute Sprachlosigkeit lässt dich leise werden.
Auf einer Reise zu ihr landest du letztlich immer wieder bei dir.
Es gilt zu begreifen- was mit den Weisen an der Krippe geschah:
Reich, schön, mit Geschenken beladen,
wurden sie still, klein, demütig, bescheiden- beschenkt.
Sie streckten ihre gefüllten Hände-
gefüllt wurden ihre gestreckten Hände.
Hab Dank Anna für das was du bist.
Hab Dank Anna für das was du gibst.
Hab Dank Anna für das was du lehrst.
Anna hab Dank.
Ulrike Sänger 2008
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Facharbeit: Institut für soziales Lernen, Kurs 2008, “Der Tröstehund” (Christine Freund)
Einleitung
In den letzten fünf bis zehn Jahren hat das tiergestützte Arbeiten im deutschsprachigen Raum rapide zugenommen. Neben dem therapeutischen Reiten, welches sich als erste Form der tiergestützten Arbeit in vielen sozialen Bereichen etablierte, gibt es mittlerweile immer häufiger auch andere Projekte wie „Streichelzoos“ in Kindergärten oder „Klassenhunde“ in Schulen. Durch die bloße Anwesenheit der Tiere sind die Kinder ruhiger und ausgeglichener, es gibt weniger Streit und die Gewaltrate sinkt. Physio- oder Ergotherapeuten nehmen Tiere zur Hilfe, um bei ihren Patienten motorische Fortschritte zu erzielen. In vielen Alten- und Pflegeheimen werden Tierbesuchsdienste eingerichtet, die vom tristen Heimalltag ablenken sollen. Einige Heime halten mittlerweile selbst Tiere oder die Haltung eigener Haustiere ist den Bewohnern erlaubt. In der gesamten Szene ist viel Bewegung und es gibt immer wieder neue Einsatzgebiete für Tiere. Dennoch ist es offensichtlich, dass ein Bereich bisher völlig ausgespart scheint. Es gibt so gut wie keine Publikationen über tiergestützte Begleitung schwerkranker oder sterbender Menschen…
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Diplomarbeit: Dogs meet ADHS, Inwiefern bietet die Tiergestützte Therapie mit Hunden eine wirksame Interventionsform, um Kindern und Jugendlichen, die an ADHS erkrankt sind zu helfen? (Markus Huber)
Einleitung
Mein persönliches Interesse für Hunde besteht jetzt schon seit über zehn Jahren, in denen ich intensiv mit Hunden zusammenlebe und mich regelmäßig durch Literatur und Erfahrungsberichte anderer Hundebesitzer weiterbilde. Im Vordergrund steht dabei die Erziehung des Hundes zu einem gesellschaftlich, sozialen und akzeptierten Tier. Durch meine Beobachtungen und eigenen Erlebnisse anhand meines eigenen Hundes „Thyron“, wurde mir der mögliche positive Einfluss, welchen Hunde auf Menschen haben können, in Ansätzen bewusst…
Den ganzen Artikel können Sie hier herunterladen.